Risiko gehört dazu – aber es sollte kalkulierbar sein – Paul Misar – Der Blog für deine finanzielle Freiheit und Unabhänigkeit

Risiko gehört dazu – aber es sollte kalkulierbar sein

Risiko gehört dazu – aber es sollte kalkulierbar sein.

Und mal ehrlich: Kalkulierbarkeit sollte doch gerade für einen Sicherheitstypen machbar sein, oder?

Beispielsweise kannst du dir vornehmen (und auch hier am besten schriftlich!), den finanziellen Einsatz bei deinem Immobilieninvestment strikt zu begrenzen. Stell dir vor, du seist im Spielcasino. Du riskierst etwas – und du gewinnst.

Hurra!

Kalkulierbarkeit bedeutet nun, diesen Gewinn eisern zur Seite zu legen und niemals anzugreifen. Stell dir vor, du hast im Casino gewonnen: € 10.000,–. Du spielst jetzt in der nächsten Runde nicht mit € 10.000,– Einsatz, sondern steckst € 5.000,–, also die Hälfte deines Gewinns, in die linke Tasche deines Smokings und greifst diese NIE WIEDER an – egal, ob du ab jetzt gewinnst oder verlierst. Wenn du die anderen € 5.000,- verspielst, gehst du nach Hause. Wenn du damit gewinnst, dann steckst du nach der nächsten Runde wieder 50 % deines »UNANTASTBAREN GEWINNANTEILS« in die linke Jackettasche. Das »Spielgeld« bleibt in der rechten Tasche. Damit gibt es keine Verwechslungen. Und du kannst nie wieder alles verspielen. Ich war zwar in meinem ganzen Leben seltener im Casino, als ich Finger an einer Hand habe, aber diese Metapher, glaube ich, hat jeder verstanden. Das ist doch schon mal ein beruhigendes Gefühl, sich einen Teil der Gewinne fix geparkt zu haben, oder?

Ich gebe zu, dass ich eher dem Risiko-Lager zugeneigt bin. Ich sage nicht: No Risk, No Fun. Ich sage sogar: More Risk, More Fun! – natürlich auch nicht blind und uneingeschränkt, sondern abhängig von der Situation. Daher ist es für mich aber auch wichtig, dass ich aus Prinzip gewisse Vermögenswerte nicht mehr riskiere, indem ich sie einfach gar nicht mehr angreife. Wenn dein Geld in Immobilien geparkt ist, ist das überhaupt eine viel sicherere Möglichkeit, Vermögen zu vermehren, als wenn du in mobile Werte investiert hast, auf die du jederzeit und schnell zugreifen kannst. Das macht auch die Versuchung größer, es tatsächlich zu tun. Aber zurück zu More Risk – More Fun: Was meine ich damit?

More Fun – das bedeutet doch, dass mich der daraus resultierende finanzielle Gewinn in die Lage versetzt, Jobs zu schaffen – und nicht nur einem Job nachzugehen. Diese geistige Einstellung ermöglicht es mir überdies, Markteinbrüche oder sogar regelrechte Crashs nicht panisch zu fürchten, sondern vielmehr als günstige Gelegenheit zu betrachten, Zukäufe zu tätigen. Gute Investoren schwimmen nämlich nie mit dem Strom, sondern immer gegen den Markttrend.

Und ich schaffe es auf diese Weise, mein Geld für mich arbeiten zu lassen. Während die im Übermaß sicherheitsorientierten Investoren nach wie vor hart und eigenhändig für ihr Geld arbeiten müssen.

Versuche doch auch du mal, mehr smart als immer nur hart zu arbeiten!

Aber wie gesagt: Vergiss bei aller Risikofreudigkeit nie, mindestens die Hälfte deiner früheren Gewinne sicher anzulegen. Denn um mit den Worten von Warren Buffet zu sprechen:

»Erst wenn die Ebbe kommt, wird man sehen, wer nackt geschwommen ist.«

Und noch etwas: Sei dir bewusst, dass Investieren mit Risiko je nach Typus und Veranlagung für jeden ganz etwas anderes bedeuten mag. Ein Investment, das dem einen sicher scheint, kann jemand anderem in seiner anderen persönlichen Situation durchaus riskant erscheinen.

Falls dir das jetzt alles noch zu akademisch klingt, unterbreitete ich dir einen ganz lebensnahen Vorschlag: Sieh dich um, und such dir mindestens einen Menschen aus, den du als Immobilieninvestor wirklich bewunderst. Schau dir genau an, mit welchen Glaubenssätzen dieser Mensch vorgeht.

An dieser Stelle rate ich dir, in dich zu gehen und deine (höchstwahrscheinlich falschen) Glaubenssätzen zu Thema Immobilie schriftlich aufzuschreiben.

Überlege dir dann, welche anderen Glaubenssätze förderlicher wären, um deine Ziele als künftiger Immobilientycoon in Erfüllung gehen zu lassen.

>