Vor und Nachteile unterschiedlicher Immobilienarten – Paul Misar – Der Blog für deine finanzielle Freiheit und Unabhänigkeit

Vor und Nachteile unterschiedlicher Immobilienarten

Das Haus muss zu Dir passen. Vor- und Nachteile unterschiedlicher Immobilienarten. Ich habe bislang meistens von Rendite-Immobilien gesprochen. Eigentlich dauernd, wenn ich ehrlich bin. Aber welche Immobilienarten fallen eigentlich darunter? Was wirft Rendite ab?

Nun, es gibt Immobilien, die Wohnzwecken dienen, und Immobilien, in denen Gewerbe ausgeübt werden.

Lass es uns stark vereinfacht ausdrücken: Der Immobilienmarkt besteht aus Wohn- und aus Gewerbeimmobilien. Da ich ein Verfechter der Spezialisierung bin, empfehle ich Dir, Dich zunächst einem dieser Märkte zuzuwenden, alles über ihn zu lernen – und erst danach Segment Nr. 2 anzugehen.

Für beide Bereiche gilt aber: Immobilien werden nicht nur zu Wohnzwecken oder gewerblich genutzt; sie dienen ebenso als Investitions- oder Anlageobjekte.

Unter einer Wohnimmobilie versteht man ein Gebäude oder einen Gebäudeteil, der ausschließlich oder überwiegend Wohnzwecken dient. Die viel zitierte »Wohnung« also, überdies Ein- und Mehrfamilienhäuser. Hierzu ist wichtig zu wissen, dass im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern in Deutschland relativ viele Menschen zur Miete wohnen. In Ländern, die immer mal wieder gern als Staatspleiteaspiranten gehandelt werden, liegt der Anteil der Immobilienbesitzer nicht selten bei 70 % oder höher. In Deutschland, das sich immer gern mit dem Nimbus besonderer staatsfiskalischer Seriosität umgibt, genießt hingegen noch nicht einmal jeder Zweite eigene vier Wände.

Andererseits könnten die stetig steigenden Mietkosten aber dazu führen, dass die Eigentumsquoten hierzulande in die Höhe gehen. Wobei der Erwerb von Wohneigentum, wie beispielsweise einer Eigentumswohnung, traditionell ein wichtiger Bestandteil der privaten Altersvorsorge in Deutschland ist. Insbesondere spielen diese Gründe eine Rolle beim Immobilienkauf …

  • 69 % der Menschen wollen mietfrei wohnen
  • 68 % erstreben Unabhängigkeit vom Vermieter
  • 65 % wollen mehr Gestaltungsspielräume
  • 60 % sehen in Immobilien eine Wertanlage
  • 60 % nutzen Immobilien als Absicherung fürs Alter
  • 39 % wollen ihren Kindern etwas hinterlassen

Ebenfalls gut zu wissen: Das sind die Gründe für einen Umzug – also dafür, dass Dir als Renditeimmobilieninvestor »Kunden« abspringen. Von allen Unzufriedenen klagen …

  • 35 % über zu hohe Mieten
  • 28 % über zu wenig Platz
  • 26 % über den schlechten Zustand der Wohnung
  • 24 % über Stress mit dem Vermieter
  • 24 % über Ärger mit den Nachbarn

Und schau mal, ob Du als Geschäftsführer deines Unternehmens »Wohnraumangebot« nicht stärker dazu beitragen kannst, Wohn-Träume zu erfüllen …

  • 75 % aller Mieter wünschen sich ein Eigenheim
  • 54 % der Deutschen träumen von einer schöneren Wohnung
  • 13 % haben schon konkrete Pläne, aber noch nichts unternommen
  • 8 % sind auf der Traumwohnungssuche
  • 3 % stehen kurz vorm Umzug
  • 22 % leben bereits in ihrer Traumwohnung

Von weit weniger Gefühlswallungen geprägt zeigt sich der Markt der Gewerbeimmobilien.

Als Gewerbeimmobilie bezeichnet man ein Gebäude (oder einen Gebäudeteil), das ausschließlich oder überwiegend zu gewerblichen Zwecken genutzt wird: Bürogebäude etwa, Lager- und Logistikimmobilien oder Handelsimmobilien. In diese Gruppe gehören aber auch Sozialimmobilien (Pflegeheime, Altenheime, Seniorenwohnheime, Krankenhäuser), Hotels, Fachmarktzentren u. Ä. Weil sie sich recht einfach verwalten lassen, sind Büroimmobilien bei privaten wie auch bei institutionellen Kapitalanlegern besonders beliebt.

Bei Immobilien-Investitionen wird zwischen einer direkten und einer indirekten Form der Kapitalanlage unterschieden: Zur direkten Anlage zählt zum Beispiel der Erwerb einer Wohnung oder eines Mehrfamilienhauses; zu den indirekten Immobilienanlagen geschlossene oder offene Immobilienfonds. Überdies kannst du Immobilienaktien erwerben, also Anteile börsennotierter Unternehmen, die Immobilien halten.

Für all das brauchst du natürlich Kapital – aber nicht unbedingt eine Bank. 

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